Logo der OA Zeitschrift BRaIn

Wir | Editionsrichtlinien | Impressum | Disclaimer
Inhaltsverzeichnis
Ausgabe I/2008 Ausgabe II/2008
subglobal5 link | subglobal5 link | subglobal5 link | subglobal5 link | subglobal5 link | subglobal5 link | subglobal5 link
subglobal6 link | subglobal6 link | subglobal6 link | subglobal6 link | subglobal6 link | subglobal6 link | subglobal6 link
subglobal7 link | subglobal7 link | subglobal7 link | subglobal7 link | subglobal7 link | subglobal7 link | subglobal7 link
subglobal8 link | subglobal8 link | subglobal8 link | subglobal8 link | subglobal8 link | subglobal8 link | subglobal8 link

Wissen(s)speicher(n)

von Katharina Klausner

„Wissen(s)speicher(n)“ war eine interdisziplinäre Medienperformance zu der neuen Bibliothek der Fachhochschule Potsdam. Beteiligt waren Studenten der Fachbereiche Soziale Arbeit, Informationswissenschaften und Kulturarbeit, geleitet wurde das Projekt von Martina Pfeil. Ursprünglich auf eine Anfrage der neuen Bibliothek entwickelte sich die Frage, wie Wissen geordnet und gespeichert werden kann. Mit den zwei Studenten aus der Fachrichtung Bibliothek und Medien, die versucht haben, Antworten zu geben, sowie mit Martina Pfeil, wissenschaftliche Mitarbeiterin, habe ich gesprochen.

K.: Das Projekt „Wissen(s)speicher(n)“ war in verschiedene „Stationen“ aufgeteilt: ihr habt euch mit dem Thema „Thesaurus“ auseinandergesetzt und dabei erst in einem kurzen Theaterstück erklärt, was ein Thesaurus ist und dann gemeinsam mit dem Publikum einen „Live-Thesaurus“ performt. Wie kamt Ihr auf diese Idee?

J.: Zuerst einmal haben wir ein Brainstorming gemacht und die Volkswagen-Bibliothek in Berlin besucht, um Eindrücke zu gewinnen. Wir haben uns Fragen gestellt, wie wir unser Thema eingrenzen und nachdem wir erst auf das Thema gekommen sind, haben wir uns schließlich dazu entschlossen, den Thesaurus zu erklären.

S.: Wir alle hatten viele verschiedene Ideen, die dann aber gar nicht verwirklicht worden sind.

K.: Ein Thesaurus ist ein komplexes Werk. Wie hat das Publikum auf eure Idee reagiert und was wolltet Ihr damit bezwecken?

M.: Das Thema war sicher das „bibliothekarischste“ von allen und nicht ganz einfach zu verstehen. Ich hatte auch den Eindruck, dass die Bibliothekare, die im Publikum saßen, viel mehr davon mitgenommen haben und das wesentlich lustiger fanden.

S.: Ich hoffe, dass die Zuschauer sich für unser Thema interessieren und sich damit auseinandersetzen.

K.: Als Informationsarbeiter habt Ihr Euch schon mehr mit den Themen der Wissensorganisation auseinandergesetzt als die anderen Studenten. Wie fandet ihr die Zusammenarbeit und was habt Ihr gelernt?

J.: Das Thema war uns sicherlich vertrauter als den anderen, die Art der Darstellung jedoch gar nicht. Frei zu improvisieren war eine große Herausforderung. Wir sind von allgemein anerkannten wissenschaftlichen Ansätzen weggegangen und haben stattdessen eigene, auch verrückte Gedanken entwickelt und zu eigenen Denkmustern zusammengesetzt. Ich habe mich dadurch als Studentin anders kennen gelernt und anders gearbeitet.

S.: Der kreative Ansatz kann das lernen sicherlich bereichern, wenn man sich intensiv mit dem Thema beschäftigt. Beispielsweise die Begriffe Daten, Information und Wissen sind in unserem Fach genau definiert, dabei sind sie nur eine Sicht auf das Thema, das ist mir in der interdisziplinären Arbeit ganz klar geworden.

| ©2008 FH-Potsdam, FB Informationswissenschaften | Stand: 17.06.2009