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Ausgabe I/2008 Ausgabe II/2008
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Besondere Bibliotheken — Stichwort Schöne Bibliotheken

„Schöne“ Bibliotheken als Faszinosum

von Julian Uckel

Was fasziniert an Bibliotheken? Was macht sie zu besonderen Orten, die den Geist und die Fantasie anregen und zum Verweilen einladen?
Es lassen sich einige Aspekte nennen, die den so genannten „gesellschaftlichen Grundfunktionen“ von Bibliotheken sehr ähnlich sind und auch eine gewisse historische Entwicklung erkennen lassen.
Entstanden sind die ersten „schönen“ Bibliotheken als Mittel zur Repräsentanz von Adligen und Mächtigen. Sie gehen aus Sammlungen von Kuriositäten und wertvollen Gegenständen hervor, die oft eben auch Bücher beinhalten. Diese (Bücher-) Sammlungen zur Schau zu stellen ist ein bedeutendes Mittel der Machtdemonstration und der Selbstdarstellung.
Als Sammlung von kulturellem Erbe werden diese Bibliotheken eher von Gelehrten betrachtet, die die Wichtigkeit des Archivierens von Wissen erkennen, da sie darauf angewiesen sind, immer wieder darauf zugreifen zu können. Insbesondere im Zeitalter der Aufklärung wird die Bibliothek, als „begehbarer Wissensspeicher“, zu einer Werkstatt der menschlichen Erkenntnis. Das gesammelte Wissen und, viel wichtiger, die Anwendung desselben durch eine beginnende bibliothekarisch-wissenschaftliche Erschließung der Bestände, erheben die Bibliotheken über den reinen Repräsentationszweck hinaus.
Durch historische Veränderungen in der Gesellschaft, die eine immer breitere Bildung aller Bürger fordert, aber auch fördert, verändern sich auch die Bibliotheken. Sie werden zu Orten des Lernens und der Kommunikation. Die Nutzbarkeit und die Zugänglichkeit stehen dabei im Vordergrund. Die Bibliotheken sollen nun keine „Tempel“ für einige Ausgewählte sein, sondern allen Interessierten offen stehen und Wissen und Bildung in der gesamten Bevölkerung vorantreiben, um einen gesellschaftlichen Mehrwert zu erzielen.
Diese Veränderungen der Funktionen und der Ausrichtungen von Bibliotheken spiegeln sich auch in ihrer Ästhetik wieder: Von der repräsentativen Bibliothek bis zur modernen Forschungsbibliothek gibt es unterschiedlichste Ausformungen von Bibliotheksästhetik, denen allen eine eigene Schönheit und Faszination innewohnt.
An zwei populären Beispielen von „schönen“ Bibliotheken soll dies nun dargestellt werden: Der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖN) in Wien und der Herzog August Bibliothek (HAB) in Wolfenbüttel. Beide Bibliotheken haben die gleiche Wurzel: die repräsentative Fürstenbibliothek. Doch während bei der einen bis heute ästhetisch die Repräsentanz im Vordergrund steht, ließ die andere aufklärerische Strömungen einfließen, was sich auch in ihrer Ästhetik zeigt. Dies soll mit einem historischen Überblick über beide Bibliotheken näher erläutert werden.
Das Bibliotheken durch ihre Faszination zu fesselnden Ideen und Gedankenspielen führen können, wird danach am Beispiel der fiktiven Bibliothek von Babel gezeigt werden. Diese besondere Bibliothek wird abschließend trotz ihrer Fiktivität auf ihre gesellschaftliche Grundfunktionen und ihre bibliothekarischen Kernaktivitäten untersucht werden.

Die Österreichische Nationalbibliothek

Der Ursprung der ÖN liegt in der Sammlung des österreichischen Herzogs Albrecht III., welcher bereits im 14. Jahrhundert neben Kunstgegenständen, Juwelen und Kuriositäten auch wertvolle Bücher sammelt. Etwa hundert Jahre später holt Kaiser Friedrich III. diese Sammlung an seinen Hof, um alle bedeutenden Kunstschätze der Habsburger an einem Ort zusammenzustellen. Die Sammlung wird um diverse weitere wertvolle Bücher durch die Mitgiften von Eheschließungen und Schenkungen bereichert. Beispielsweise bringen die beiden Ehen Maximilians I. bedeutende Exemplare der burgundischen, nordfranzösischen und italienischen Buch- und Druckkunst in die Sammlung.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts werden die Bücher, die in Truhen gelagert werden, von der übrigen Sammlung getrennt und in offenen Schränken aufbewahrt, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen. Damit wird eine besondere Wertschätzung für Bücher deutlich, die sie aus der restlichen Sammlung von Kunstschätzen hervorhebt. Ende des 16. Jahrhundert wird der kaiserliche Bestand von mittlerweile ca. 9000 Handschriften und Büchern unter Leitung des holländischen Bibliothekars Hugo Blotius inventarisiert und katalogisiert. Dadurch werden die strukturellen Grundlagen für eine moderne Bibliothek geschaffen. Im Jahr 1624 verfügt Kaiser Ferdinand II., dass von jedem gedruckten Buch ein Exemplar an der kaiserlichen Bibliothek abzugeben sei. Auch wenn dieser Befehl natürlich nicht eingehalten werden kann, ist hier bereits ein Sammelbestreben zu erkennen, dass auf Vollständigkeit zielt. Auch scheint es den Sammelcharakter einer Nationalbibliothek bereits vorweg zu nehmen.
Von 1723 bis 1726 wird ein eigenes Gebäude für die Hofbibliothek errichtet. Das noch heute genutzte Bauwerk ist eines der beeindruckendsten Beispiele europäischer Barockarchitektur. Der rechteckige Prunksaal ist 78 Meter lang, 14 Meter breit und 20 Meter hoch. Eine große Kuppel mit einer Höhe von etwa 30 Metern ist mit allegorischen Bildfolgen geschmückt. Die Bücherregale reichen bis unter die Decke, daher wurden, um an die oberen Regale heranzukommen, Galerien eingezogen.
Bis ins 19. Jahrhundert hinein wird in dem repräsentativen Prunkbau die gesamte Wiener Hofbibliothek aufbewahrt. Durch den ständigen Zuwachs des Bestandes werden aber weitere Gebäude zur Hofbibliothek hinzugenommen. 1920 wird die Hofbibliothek Nationalbibliothek und somit zugänglich für die Öffentlichkeit. Somit sollte aus der Fürstenbibliothek ein Ort des Lernens und eine Erkenntniswerkstatt geworden sein. Durch den repräsentativen Charakters des Gebäudes ist allerdings das Faszinosum der Machtdemonstration in der ÖN noch allgegenwärtig.

Karl VI. in der ÖN
Abb.1: Karl VI. in der ÖN

Als Beispiel ist das linke Bild beigefügt: Karl VI., dargestellt als römischer Imperator, „beherrscht“ bis heute als Schirmherr diese barocke Universalbibliothek. Der absolute Herrscher steht im Zentrum, umgeben und hervorgehoben von seinen Besitztümern. Über ihm sind nur noch der Himmel und Gott, was durch die Kuppel symbolisiert wird. Die Säulen geben dem Bau den Charakter eines Tempels und unterstreichen damit das Sakrale dieses Ortes.
Auch wenn die Bibliothek seit Jahrzehnten öffentlich zugänglich ist, bleibt sie dennoch eine Demonstration der Macht des Absolutismus: Jahrhunderte nach seinem Tod ist Karl IV. zumindest an diesem Ort immer noch Kaiser und absoluter Herrscher.

Die Herzog August Bibliothek, Wolfenbüttel

Die HAB wurde ursprünglich 1572 als Fürstenbibliothek von Herzog Julius zu Braunschweig-Lüneburg gegründet. Der legendäre Ruf dieser Bibliothek wird aber erst fast hundert Jahre später von Herzog August dem Jüngeren (1579 – 1666) begründet. Dieser ist seit seiner Jugend ein begeisterter Bücherliebhaber und Sammler und beginnt während seiner Studentenjahre in Rostock, Tübingen, Straßburg und Italien Bücher zu sammeln und sie in seinen Sitz, Schloss Hitzacker an der Elbe, zu überführen. Da er einer Nebenlinie des Hauses Braunschweig-Wolfenbüttel angehört, kann er davon ausgehen, nicht mit Regierungsverantwortung beschwert zu werden und widmet sich daher ganz seiner Sammelleidenschaft. Er spannt ein Netz von Buchagenten über Europa, die nach bemerkenswerten Exemplaren Ausschau halten. Nicht zuletzt durch den dreißigjährigen Krieg  ist die Gelegenheit günstig, in ganz Europa interessante Schriften zu erwerben. Zeitgenossen sprechen davon, dass die Bücher „fässerweise“ in das Schloss Hitzacker geliefert werden. Im Alter von 56 Jahren muss sich August schließlich doch mit Regierungsaufgaben befassen und zieht 1643 in die Residenz in Wolfenbüttel, wo er seine Bibliothek mit der dortigen Fürstenbibliothek von Herzog Julius vereint, und baut diese somit zu einer herausragenden Sammlung auf. Zu Augusts Tod enthält sie 135.000 Titel in 35.000 Bänden, die die europäische Kulturgeschichte ausführlich dokumentieren und der Bibliothek unter den Gelehrten Europas den Beinamen „achtes Weltwunder“ geben.
Unter der Amtszeit des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibnitz, der die Bibliothek von 1691 bis 1716 leitete, fällt der aus Platzgründen nötige Bau eines eigenständigen Bibliotheksgebäudes. Dieser Bau ist der erste seiner Art. Vorher hatte es noch nirgendwo einen eigenen Bau für eine Bibliothek gegeben. Leibnitz lässt auch den ersten alphabetischen Katalog für den Bestand anlegen, um die Nutzung der Bibliothek zu erleichtern. Die Bibliothek wird damit zunehmend von einer repräsentativen Bibliothek zu einer nutzbaren Erkenntniswerkstatt und einem Ort des Lernens und Wissens.

Lesesaal der HAB

Abb.2: Lesesaal der HAB

Diese Entwicklung wird durch Gotthold Ephraim Lessing, der die Leitung der Bibliothek von 1770 bis 1781 innehat, bestärkt. Lessing macht Wolfenbüttel zu einem Zentrum der Aufklärung und arbeitet selber intensiv mit dem Bestand der HAB, wobei er zahlreiche „verschollene“ Werke wiederentdeckt. Es ist bekannt, dass Lessing selbst oft der Faszination der HAB verfallen ist: Oft wird er in alten Schriften versunken aufgefunden, anstatt sich seinen bibliothekarischen Aufgaben zu widmen, was zu einigen deutlichen Ermahnungen führt.
Im 19. Jahrhundert besuchen und nutzen u. a. Voltaire, Casanova und Mendelsohn die HAB, deren Bestand weiter zunimmt und die ihren Ruf erhalten kann. Heute ist die Bibliothek auf acht Gebäude aus dem 17. bis 20. Jahrhundert verteilt und umfasst etwa 850.000 Titel. Sie ist eine berühmte Forschungsstätte für das Mittelalter und die frühe Neuzeit und ist damit von einer reinen Fürstenbibliothek zu einem Ort des Lernens und der Kommunikation geworden, was sich auch in ihrer Ästhetik widerspiegelt.
Die Kuppel und die Säulen unterstreichen das Sakrale und „Mächtige“, was den Ort zunächst prägt. Im Zentrum ist der Bestand aufgestellt und mit Halogenlampen auf moderne Weise beleuchtet und hervorgehoben. Die klaren Linien, in denen die Regale aufgebaut sind, stehen im Kontrast zu der geschwungenen Kuppel. Der Bestand ist zugänglich und soll genutzt werden. Die Bibliothek ist  im Laufe ihrer Geschichte trotz ihrer repräsentativen Wurzeln ein der Aufklärung verpflichteter Ort zum Lernen und zum Erkenntnisgewinn geworden. Dies zeigt sich auch in der Ästhetik, die repräsentative und aufklärerische Elemente verbindet.

Die Bibliothek von Babel

„Die Bibliothek von Babel“ ist eine phantastische Erzählung von Jorge Luis Borges (1899 – 1986). In dieser wird ein faszinierendes Gedankenspiel beschrieben, das sich einerseits aus der Beobachtung von Bibliotheken speist und andererseits auch in Form einer Bibliothek dargestellt wird. Es wird hier sowohl als Beispiel für eine „besondere“ Bibliothek als auch als ein Beispiel für fesselnde Ideen dargestellt, welche aus der Beschäftigung mit dem Faszinosum „Bibliotheken“ hervor­gehen.

Illustration zur Bibliothek von Babel

Abb.3: Illustration zur Bibliothek von Babel

In der Erzählung wird eine Bibliothek beschrieben, die aus einer unendlichen Zahl sechseckiger Galerien besteht, auf denen jeweils 20 Bücherregale aufgestellt sind, welche wiederum jeweils 300 identisch aufgebaute Bücher enthalten.
Es stellt sich heraus, dass die Bücher der Bibliothek alle möglichen Kombinationen der Buchstaben des lateinischen Alphabets enthalten. Da es sich dabei trotz einer unvorstellbar großen Zahl von Kombinationen um eine endliche Menge handelt, sind als Teilmenge auch alle sinnvollen Texte, die mit dem lateinischen Alphabet möglich sind, in der Bibliothek enthalten. Die Bibliothek von Babel ist also eine Bibliothek aller möglichen Bücher.
Borges lässt in der Erzählung die Bibliothek von Menschen bewohnen, die ihr ganzes Leben darin verbringen. Sie bilden Gruppen und Clans und ziehen durch die Bibliothek, um das Rätsel des schieren Vorhandenseins der Bibliothek zu ergründen. Da in den Büchern aber aufgrund der fast unendlich vielen Kombinationsmöglichkeiten des Alphabets allein auf ein sinnvolles Wort Millionen Zeilen voller Unsinn kommen, ist dieses Vorhaben zum Scheitern verurteilt. Auch wenn alle Texte aus allen Zeiten in allen Versionen theoretisch vorhanden sein müssten, ist es nahezu unmöglich, auf einen vernünftigen Satz zu stoßen. Dies führt dazu, dass die Bewohner zunehmend resignieren und abstumpfen oder sich gar Sekten bilden, die eine Verbrennung aller Bücher fordern. Die Bibliothek aller möglichen Bücher ist aufgrund ihrer unglaublichen Größe nahezu nutzlos und vorhandene Texte, egal ob aus der Vergangenheit, der Gegenwart oder der Zukunft, sind quasi nicht auffindbar, weil sie von Unsinn umgeben sind.
Die Erzählung ist ein kombinatorisches und surrealistisches Gedankenspiel über die Unendlichkeit. Die Vorstellungen über die reinen Ausmaße der Bibliothek und die Möglichkeit des Zugriffs auf zukünftige Texte oder nie geschriebene Versionen von Klassikern etc. machen die Popularität der Geschichte aus. Der Durchmesser der Bibliothek wäre ca. 10600.000 m, wogegen sich der Durchmesser des Universums mit 1026 m eher gering ausnimmt. Die Anzahl der Bücher wäre mit ca. 102.500.000 in Relation zu allen Atomen des Universums (ca. 1059) noch beeindruckender.
Die Bibliothek von Babel dient bis heute als Metapher für Unendlichkeit in Kunst, Literatur und Wissenschaft. Als Denkanstoss wird das Prinzip der Bibliothek in der Wahrscheinlichkeitsrechnung, der Kombinatorik und der Chaostheorie verwendet, die z. B. darüber spekulieren, ob in zufällig erzeugten Gebilden klare Strukturen zu finden sein könnten. Umberto Eco beschreibt in seinem Roman „Der Name der Rose“ eine gigantische, labyrinthische Bibliothek, die scheinbar alles Wissen enthält, die deutlich an der Bibliothek von Babel orientiert ist. Auch setzt er mit der Figur „Jorge von Borgas“ Borges ein literarisches Denkmal. Die Erzählung zeigt, wie aus der Beschäftigung mit schönen Bibliotheken, Borges war Direktor der argentinischen Nationalbibliothek, fesselnde Ideen entstehen können, die dann selber faszinierende Aspekte von Bibliotheken darstellen können.

Kernaktivitäten und gesellschaftliche Grundfunktionen

Auch wenn es sich bei der Bibliothek von Babel (BB) um eine fiktive Einrichtung handelt, soll sie nun auf die Kernaktivitäten und die gesellschaftlichen Grundfunktionen überprüft werden.
Das Sammeln von Informationen wird von der BB nicht betrieben, da sie bereits alle möglichen Texte enthält, wenn auch umgeben von einer viel höheren Anzahl an unsinnigen Buchstabenkombinationen. Da bereits „alle“ Texte vorhanden sind, werden im Gegenzug dazu die Aktivität des Bewahrens und die Funktion, ein Apparat für kulturelles Erbe zu sein, voll erfüllt. Die riesige Menge an unnützer Information, die mit der BB einhergeht, führt jedoch dazu, dass ein Erschließen des Bestandes unmöglich ist und somit auch aus der BB keine Werkstatt für Erkenntnis werden kann. Auch das Vermitteln oder das gezielte Auffinden von Informationen in der BB, als Suchmaschine, ist ein zweckloses Unterfangen. Daher ist die Bibliothek auch als Ort der sozialen Integration nur bedingt geeignet. Die Bewohner der BB verzweifeln an der Unmenge der sinnlosen Informationen und nutzen die Bibliothek nur als reinen Lebensraum und nicht als Ort zum Lernen und Forschen.

Fazit

Die unterschiedlichen Arten der Faszination, die von „schönen“ Bibliotheken ausgeht, sollte dargestellt werden. Als Beispiele wurden zwei populäre „schöne“ Bibliotheken näher dargestellt, wobei beim ersten Beispiel noch der ältere Repräsentationscharakter vorherrschte, beim zweiten Beispiel jedoch, trotz der immer noch sichtbaren repräsentativen Wurzeln, ein neuerer aufgeklärter Geist zu spüren ist. Die jeweilige Ausprägung sollte durch die historische Entwicklung der beiden Bibliotheken dargestellt werden. Auch wenn beide eine relativ unterschiedliche Faszination ausstrahlen, sind es doch großartige Beispiele für Bibliotheksbau und –wesen.
Die Erzählung „Die Bibliothek von Babel“ ist aus der Beschäftigung mit Bibliotheken entstanden und nutzt die Bibliothek als Mittel, um ein fesselndes Gedankenexperiment durchzuspielen, das bis heute zu fesseln weiß. Auch dies sollte als eine Form des faszinierenden Potentials dargestellt werden, welches Bibliotheken innewohnt.

Literaturverzeichnis

Borges, Jorge Luis: Die Bibliothek von Babel : eine Erzählung. - Göttingen : Steidl, 2001
Ellis, Estelle; Seebohm, Caroline; Sykes, Christopher Simon: Mit Büchern leben: Buchliebhaber und ihre Bibliotheken. - Hildesheim : Gerstenberg, 1997
Meiss, Susanne von; Reto, Guntli: Bücherwelten. - Hildesheim : Gerstenberg, 1999

Abbildungsverzeichnis

Abb.1: Karl VI. in der ÖN
http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:NationalbibliothekWien.JPG

Abb.2: Lesesaal der HAB
www.panoclub.de/gallery/album03/

Abb.3: Illustration zur Bibliothek von Babel
Borges, Jorge Luis: Die Bibliothek von Babel : eine Erzählung. – Göttingen : Steidl, 2001

[letzter Zugriff auf alle Internetquellen am 30.06.2008]

Lizenz

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| ©2008 FH-Potsdam, FB Informationswissenschaften | Stand: 19.12.2008