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Editorial: Wem die Stunde schlägt...

„Das wird sowieso nichts“ stand in den Augen vieler geschrieben, die unser Projekt mitbekamen, denen wir darüber erzählten, von denen wir etwas brauchten. Nicht, dass es an Hilfsbereitschaft gemangelt hätte, im Gegenteil. Allein, der Glaube an ein Gelingen unserer Arbeit, an eine tatsächliche – und zeitnahe – Realisation wollte sich bei den meisten wohl nicht recht einstellen. Auch bei uns selbst. Oft genug kamen dem Einen oder der Anderen Zweifel in Anbetracht sich auftürmender Arbeitsberge und so manch anderer Schwierigkeiten. Auch anderweitige Arbeitsbelastungen – gerade zu Semesterende, wo stets alles zu kollidieren scheint – und persönliche oder generelle Motivationsflauten brachten den Abschluss der ersten Ausgabe von BRaIn in Gefahr. Viele Kompromisse mussten geschlossen werden: Schon der, durchaus auch bei Außenstehenden unterschiedlich bewertete, Titel war stundenlang kontrovers diskutiert worden – angewandte Demokratie ist eine schwierige und vor allem langwierige Sache.

Dass diese Ausgabe nach einer so kurzen Zeit von nur einem (Sommer-)Semester und trotz, besonders zum Ende hin, zum Teil erheblicher Schwierigkeiten – und auch gegen den Widerstand einiger Geisteshaltungen - vorliegt, ist vielen Faktoren zu verdanken, aber schlussendlich vor allem Ergebnis der tollen Teamarbeit:

Nun hat also auch für die Studenten des Fachbereichs Informationswissenschaften die Stunde der Internet-Publikationen geschlagen.

Ein paar Worte zum Projekt BRaIn selbst: Als Seminar im Projekt- und Ergänzungsbereich des Lehrplans des informationswissenschaftlichen Fachbereichs der FH Potsdam unter der Leitung von Prof. Stephan Büttner war es das Ziel, sich dem Open-Access Gedanken zu öffnen, ihn zu verfolgen, mit einer eigenen elektronischen Zeitschrift zu unterstützen und in den nächsten Semestern hier weiter zu experimentieren.

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BRaIn ist als studentisches Projekt gedacht, von Studenten für Studenten, nicht mehr und nicht weniger. Daher ist es auch selbstverständlich keineswegs ein offizielles Organ des Fachbereichs. Nichtsdestotrotz wünschen wir uns natürlich auch Beiträge von Dozenten, in welcher Form auch immer. Prof. Büttner hat hier mit seinem Beitrag zu „Bobcatsss“ bereits den Anfang gemacht, mögen noch viele weitere folgen. Tatsächlich soll das Gros der hier veröffentlichten Beiträge aber aus studentischer Hand sein.

In der ersten Ausgabe möchten wir mit dem ersten Teil des Themenschwerpunktes „Besondere Bibliotheken“ ebensolche vorstellen. Näheres hierzu findet sich in dem Geleitwort von Prof. Hans-Christoph Hobohm. Ein Bericht über die erste bibliothekarische Unkonferenz, das „Bibcamp“, rundet die Sammlung der Beiträge zusammen mit vorgenanntem Bobcatss-Bericht ab.

Wohin die Zukunft weist, ist noch nicht klar erkennbar, doch das Ende der Fahnenstange ist hiermit – hoffentlich – noch nicht erreicht. Jetzt, da die Stunde des Schritts an die Öffentlichkeit, an die Community gekommen ist, hoffen und wünschen wir, dass unser Projekt wächst und gedeiht – und vor allem interessante und kurzweilige Stunden bereitet.

Urteilen Sie selbst!

Potsdam, im Juli 2008

für das BRaIn-Team, Johannes Braun

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letzte Aktualisierung: 9. Juli 2008