ISSN: 1867-6189

Der 107. Bibliothekartag in Berlin: Eindrücke von Studierenden der FH Potsdam

Julia Arcari (4. Semester) schildert einen ersten Gesamteindruck:

Als wir am 12.06.2018 im Kongress Zentrum ankamen, hatte Ich noch keine wirkliche Vorstellung, was mich erwarten würde. Ein paar Vorträge vielleicht, ein paar Aussteller aber konkrete Gedanken hatte ich mir nicht gemacht.

Nachdem wir unser Namensschild abgeholt haben ging es auch schon los. Den Dienstag verbrachten wir mit Vorträgen und insbesondere damit, alles zu erkunden. Es war erstaunlich, wie viele Aussteller es gab und vor allem wie viele Bibliothekare gekommen waren. War man nicht gerade damit beschäftigt angeregt einem Vortrag zu lauschen, sich bei einer Podiumsdiskussion zu beteiligen oder bei einem Workshop mitzumachen, konnte man sich Poster verschiedener Einrichtungen anschauen, durch die Ausstellungen von Sponsoren, Firmen, Verbänden etc. schlendern oder neue Bekanntschaften schließen.

Insbesondere die gute und vielfältige Programmübersicht half einem dabei, sich zu entscheiden was für einen Vortrag man sich gerne anhören würde. Besonders die Themen zu Digitalisierung, Open Access, Open Data und Forschungsdaten haben sich deutlich herauskristallisiert.

Interessant zu beobachten war wie viele Redner das Thema der Zukunft von Bibliotheken ansprachen. Alle waren sich einig das der Bibliotheksbegriff neu definieret werden muss, keiner wusste jedoch genau wie. Für die einen waren es Lernlandschaften und creative spaces (insbesondere in Bezug auf Öffentliche Bibliotheken), für die anderen neuen Wege in der digitalen Welt zu beschreiten.

Insgesamt war es doch recht spannend zu sehen, wie die Entwicklung von Bibliotheken vorantreibt und wie unterschiedlich und vielfältig der Beruf des Bibliothekars geworden ist.

Lea Back (2. Semester) beschreibt Ihren Tag, beginnend mit der Anreise aus Potsdam:

Schon die Hinfahrt zum Bibliothekartag im Estrel Hotel in Berlin Neukölln war ein Abenteuer. Durch einen Polizeieinsatz fiel die Ringbahn aus. Also musste ich mit meinen Kommilitonen, um noch einigermaßen pünktlich anzukommen, mit dem Bus fahren. Doch wir waren nicht die einzigen, die auf diese Idee kamen so das Kongressgebäude zu erreichen. Mit jeder Haltestelle füllte sich der Bus mehr und mehr – Koffer, Kinderwagen, Menschen. Bei vielen Mitfahrenden sah ich schon die weiß-rote Registrierungskarte des Bibliothekartages, die erlaubte, in Berlin kostenlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren.

Als wir endlich an unserer Haltestelle ankamen, strömten Massen in Richtung Estrel Hotel. ‚Jetzt aber schnell! ‘, waren meine Gedanken. Eigentlich wollten wir uns, bevor die ersten Veranstaltungen beginnen, einen Überblick verschaffen. Jedoch war dafür kaum noch Zeit. Nach Entgegennahme der Kongresstaschen starteten wir in den offiziellen Teil des Tages.

Ich besuchte Vorträge mit dem Titel „Sprach- und Leseförderung“, da ich mir erhoffte, etwas Neues für mein Projekt, das ich während meines Sommerpraktikums in einer öffentlichen Bibliothek umsetze, mitnehmen zu können. Die Veranstaltung fand in einem der kleineren Räume mit etwa 40-50 Personen statt. Viele der hier vorgestellten Projekte waren mir schon bekannt, aber mir gefiel es, mit wie viel Liebe und Leidenschaft die Vortragenden von ihren Projekten erzählten und wie viel Spaß ihnen die Durchführung der Projekte bereitete.

Nach der Veranstaltung traf ich mich wieder mit meinen Kommilitonen, wir besuchten kurz die Halle, in der verschiedene Aussteller sich präsentierten. Jedoch trieb uns der Hunger zu den Catering-Ständen. Deshalb beschlossen wir, uns später noch einmal für die Angebote der Aussteller Zeit zu nehmen.

Essen: eine Enttäuschung. Ziemlich teuer. Ziemlich lange Schlangen. In Anbetracht der Zeit entschieden wir uns somit, zu einem entfernten Bäcker (das Angebot beim Bäcker um die Ecke war bereits sehr übersichtlich) im Viertel zu gehen, um uns dort etwas zu Essen zu kaufen.

Gestärkt zog es mich zur Veranstaltung „Öffentliche Bibliotheken im digitalen Zeitalter“. ‚Etwas interessantes für meine aktuelle Hausarbeit?‘. Auch hier erfuhr ich von, diesmal für mich neuen, Projekten.

Mit den Eindrücken dieses ersten Tages trat ich gemeinsam mit meinen Kommilitonen den Heimweg nach Potsdam an. Durch den morgendlichen Polizeieinsatz kam es  jedoch immer noch zu Unregelmäßigkeiten und Zugausfällen im Bahnverkehr. Die Ringbahn fuhr zwar, war aber völlig überfüllt, so dass kaum Platz zum Atmen war.

Während der Fahrt tauschten wir uns rege über die Inhalte der besuchten Veranstaltungen aus. So erhielt ich Einblick in Veranstaltungen, die ich nicht besuchen konnte.

Ramona Schneider (4. Semester) schildert ihren Eindruck:

Der Bibliothekartag in Berlin war eine spannende und aufregende Zeit. Ich hatte keine Ahnung, was mich auf dem Bibliothekartag erwartet, jedoch hatte ich die Erwartung, dass ich mit vielen Eindrücken und Informationen nach Hause kommen würde. Dies hat sich bestätigt, denn ich habe jede Menge Informationen sammeln können.

Gestehen musste ich aber, dass ich mich am Anfang etwas verloren fühlte, ähnlich dem ersten Tag an der Fachhochschule. Durch das vorherige Anschauen des Veranstaltungskalenders und des Raumplans, war einem bewusst wo was geschehen würde, aber die Verhaltensweisen in den einzelnen Veranstaltungen und Labs waren einem noch nicht vertraut.

In einem Lab werden verschiedene Themen kollaborativ bearbeitet bzw. erarbeitet, deshalb befinden sich hier meistens weniger Personen in den Veranstaltungen. Jedoch kann man hier besonders gut in Kontakt mit anderen Bibliothekaren/-innen kommen. Dies kann sehr nützlich sein, da man hier für Praktikas Ansprechpartner/-innen bekommt, oder seine eventuellen Betreuer/-in der Praktikas kennenlernt.

Des Weiteren gab es einige Veranstaltungen für Öffentliche und Wissenschaftliche Bibliotheken. Im Bereich der Öffentlichen Bibliotheken gab es verschiedene Veranstaltungen zu den Themen: Makerspace, Actionbound, die Bibliothek als 3.Ort, die Ungleichheit in der Bevölkerung und das Thema Gaming, sowie Schulbibliotheken.

Eine neue Erkenntnis für mich war, dass die Schulbibliotheken nicht insgesamt zu den Öffentlichen Bibliotheken gezählt werden, wie etwa eine Stadtteilbibliothek, sondern diese stellen eine separate und unabhängige Gruppe dar. Schulbibliotheken fühlen sich insgesamt nicht zu den Öffentlichen Bibliotheken dazugehörig, sondern als ein eigenständiger Teil. Umgekehrt ist dies jedoch auch. Die Öffentlichen Bibliotheken finden, dass die Schulbibliotheken nicht dazugehören. Hier muss man dazu sagen, dass die Schulbibliotheken zumeist ehrenamtlich und teilweise sogar privat geleitet werden, zudem sollen sie den Schülern nur den Spaß am Lesen vermitteln (der Bestand wird der Schule und den Schülern angepasst). Nur die Stadt Nürnberg in Bayern sieht das anders, denn da gehören ganze fünf Schulbibliotheken zur Öffentlichen Stadtbibliothek dazu, diese zählen dort wie eine Teilstadtbibliothek.

Bei den Wissenschaftlichen Bibliotheken standen hingegen die Themen: Open Access Publikationsfonds und Forschungsdatenmanagement im Fokus.

Es war eine schöne Erfahrung am Bibliothekartag teilzunehmen. Ich freue mich schon auf den nächsten Bibliothekartag, der in Leipzig stattfindet. Ein besonderer Dank gilt unseren Professoren, die es ermöglicht haben, dass wir einen Teil unseres Tickets zurückerstattet bekommen.

 

Silke Migric (4. Semester) hat sich über das Motto des Bibliothekartags Gedanken gemacht

„Offen und vernetzt“ war das Motto des 107. Bibliothekartags, der jährlich vom Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare e.V. (VDB) und dem Berufsverband Information und Bibliothek e.V. (BIB) veranstaltet wird.

Über 4.200 Teilnehmer und Teilnehmerinnen kamen vom 12. – 15. Juni 2018 im Berliner Estrel Congress Center zusammen, um an etwa 400 Veranstaltungen teilzunehmen. Die Veranstaltungen setzten sich zusammen aus Vortragssessions, Podiumsdiskussionen, Mitgliederversammlungen, Arbeitssitzungen, Firmenvorträgen und sogenannten „Hands-on Labs“, in denen praktische Anwendungen vermittelt wurden oder gemeinsam diskutiert wurde. Darüber hinaus konnte man die Firmenausstellung besuchen und Poster anschauen.

Zwischen all diesen Menschen kann man schon mal die Orientierung verlieren, allerdings habe ich dank der App zum Bibliothekartag, die ich mir zuvor auf mein Handy geladen habe, alle Veranstaltungen gefunden, die mich interessierten. Für mich wenig überraschend waren das Veranstaltungen, die eher aus dem Bereich der Öffentlichen Bibliotheken kamen.

Besonders beeindruckt haben mich die Vorträge zum Thema „Kampagnen, Veranstaltungen und Aktionen“. Hier mahnte Jochen Dudeck, der Leiter der Stadtbücherei Nordenham, zur Datensparsamkeit und zum „sinnvollen“ Umgang mit Medien. Außerdem sprach Frank Raumel, der Bibliotheksleiter des Medien- und Informationszentrums Stadtbücherei Biberach, über die systematische Leseförderung im „Netzwerk Lesen Biberach“, für die die Stadtbücherei den Deutschen Lesepreis 2017 erhalten hat. Zum Abschluss dieser Session erklärten die Organisatorinnen der Veranstaltungssonntage der Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) am Standort Amerika-Gedenkbibliothek (AGB) ihr Konzept und zogen Bilanz.

Grundsätzlich war es sehr spannend, einen Einblick in den (späteren) Berufsalltag zu erhalten. Insgesamt habe ich 21 Vorträge und eine Diskussion gehört.

Was ich mitnehme:

  • Bibliothekare sollen Lehrer/Vermittler, Gestalter, Sozialarbeiter, Partner, Entertainer, Architekten/Designer und IT-Fachleute sein
  • Daten sind die neue Währung
  • Am Bibliotheksbegriff müssen wir arbeiten:
    • Bibliothek ≠ Buch
    • Lesen ≠ Buch
    • Gleicher Auftrag aber neue Bedeutung

Alles in allem war es eine äußerst interessante, aber in gleichem Maße anstrengende Erfahrung. Enttäuscht war ich allein von der Verpflegung – teuer und wenig.

Die Zusammenfassungen und gegebenenfalls Präsentationen des Bibliothekartags können auf dem Online-Publikationsserver des BIB eingesehen werden: https://opus4.kobv.de/opus4-bib-info/solrsearch/index/search/searchtype/collection/id/16685

 

Anke Reintsch (6. Semester) sah das Motto „offen und vernetzt“ unter einem anderen Aspekt.

Eine Bibliothek, die ihre Türen mit einem Trick auch am Sonntag öffnet, ist beispielsweise die Berliner Amerika-Gedenkbibliothek und ihre Mitarbeitende nutzten die Tagung nicht nur um ihre Aktion „offener Sonntag“ vorzustellen, sondern auch um während einer Hot-Topic-Session am Mittwoch für eine Änderung des Arbeitszeitgesetzes zu plädieren. Mit seiner Sonn- und Feiertagsruhe untersagt Paragraph 9 öffentlichen Bibliotheken nämlich die Sonntagsöffnung. Wie die Zentral- und Landesbibliothek diese Gesetzgebung umgeht und mithilfe eines Berliner Künstlerkollektivs dennoch sonntags ihre Räume den Besuchern zur Verfügung stellt, davon berichteten Marion Lais und Anna Jacobi am dritten Konferenztag während der Vortragsreihe „Kampagnen, Veranstaltungen und Aktionen“.

Zwei weitere Bibliotheken, die dem Konzept von Offenheit ebenfalls Gehör schenken, planen gerade, wie sie in Zukunft einer bisher wenig beachteten Bevölkerungsgruppe gerechter werden können. So stellte Rebecca Ullmer in dem Vortragsblock „Spotlights der Internationalen Bibliotheksarbeit II“ das Projekt „demenzfreundliche Bibliothek“ vor, welches im Rahmen des Zusammenschlusses der Stadtbücherei Wiener Neustadt mit der Bibliothek der Fachhochschule der Wiener Neustadt und den damit für Herbst 2019 vorgesehenen Bezug des neuen Standortes im Zentrum der Stadt ins Leben gerufen wurde. Damit wollen beide Einrichtungen auf die Bedürfnisse ihrer immer älter werdenden Nutzergruppen eingehen und schreiben somit noch ganz nebenbei Bibliotheksgeschichte: eine derartige Zusammenarbeit hat es in Österreich tatsächlich noch nicht gegeben.

Beide Vorträge haben mir auf dem diesjährigen Bibliothekartag sehr gut gefallen, da sie zwei inspirierende Beispiele darstellen, wie Bibliotheken aktiv Offenheit gestalten und eine Vorreiterrolle einnehmen können. Ähnlich interessante Ideen und Anregungen konnte ich bereits 2016 auf meinem ersten Bibliothekskongress in Leipzig sammeln.

Vivien Möseritz (4. Semester) konstatiert: „Wir müssen ehrlich zu uns sein, Wir müssen etwas verändern“

Dienstagnachmittag fand unter dem Thema „Öffentliche Bibliotheken im digitalen Zeitalter“ eine Präsentation von Achim Bonte der Sächsischen Landesbibliothek Dresden mit dem Titel „Öffentliche Bibliotheken im digitalen Zeitalter. Wie erhalten wir ihre Anziehungskraft?“ statt.

Hierbei stellt er insbesondere die Schwierigkeit kleinerer öffentlicher Bibliotheken, im digitalen Zeitalter als aktives Bildungs- und Kulturzentrum in Erscheinung zu treten, in den Mittelpunkt. Dafür konzentriert er sich insbesondere auf Sachsen und führt anhand der Gemeinde Bennewitz verschiedenste Probleme auf, wie beispielsweise den starken Rückgang der Nutzung, welchem mit mehr Internetpräsenz entgegengewirkt werden sollte. Dies scheiterte jedoch, beziehungsweise trug bis heute noch keine Früchte.

Es folgt die Frage nach dem Warum. Warum steckt Sachsen (stellvertretend für Deutschland) in einer Lesekrise, wenn doch Bibliotheken von allen geliebt werden? Warum können Bibliotheken ihre Stellung als Bildungs- und Kulturzentrum nur schwer behaupten, wenn dies doch so notwendig ist?

Die Antwort sieht Bonte im eigentlichen Bibliotheksbegriff, welcher noch immer zu veraltet sei. Man müsse den Bildungsauftrag, welchen man als Bibliothek habe, mit neuer Bedeutung füllen und dabei nicht nur auf Bücher beziehen, sondern mit neuesten Entwicklungen verbinden. Hierfür schlägt er unter anderem vor, sich gesellschaftlich noch stärker zu engagieren und in Erscheinung zu treten, als ohnehin schon. Auch eine flächendeckende interkommunale Zusammenarbeit sollte ausgebaut und gestärkt werden. Als Beispiel wurde Bayern angeführt, wo es bereits entwickelte Landesfachstellen gibt, die ebendies als Aufgabe haben.

Zwar rückt Bonte nochmal die Verantwortung der Bibliotheken, jetzt ehrlich zu sich zu sein und etwas zu ändern, in den Fokus. Jedoch gibt er vorrangig nur mögliche Impulse für zukünftige Entwicklungen. Bewusst lässt er einige Fragen zur Diskussion offen und gibt somit jedem der Hörer die Möglichkeit, selbst Lösungsansätze zu entwickeln und zu gestalten.

 

Anja Siebert (4. Semester) machte sich Gedanken zu Zahlen

Es ist kein Geheimnis, dass für die Bewertung von Forschung u.a. metrische Kennzahlen abgefragt werden, welche aus dem Publikationsoutput der Wissenschaftler generiert werden.

Am zweiten Kongresstag fanden dazu die beiden Sessions Publikationsoutput I und Publikationsoutput II statt. Aus der ersten Session soll an dieser Stelle ein Vortrag näher vorgestellt werden.

Den Start machte Jasmin Schmitz von der ZB MED mit einem Praxisbericht zur „Implementierung von Altmetrics in die eigenen Bibliotheksdienstleistungen“. Anschaulich stellt sie Rahmenbedingungen, Herausforderungen und die Rolle der Altmetrics für den Impact und die Reputationsbildung in der Wissenschaft dar.

Den Vortrag interessant machte allerdings erst der folgende Teil, in welchem es um die praktische Arbeit mit Altmetrics an der ZB MED ging. Zunächst ist eine wichtige Aufgabe die Kommunikation mit der Wissenschaft. So ist es kein Wunder, dass die Beratungsdienstleistungen sich über verschiedenste Aspekte erstrecken z.B. Reputationsbildung, Alternativen zum Impact Factor aber auch Themen wie Open Access und den unterschiedlichen Möglichkeiten zur Publikation wissenschaftlicher Forschung.

Spannend war die Implementierung der Altmetrics in die Publikationsseiten der hauseigenen Zeitschriften, ebenso die daraus folgende Analyse mit den bisherigen Ergebnissen. Jasmin Schmitz benennt als eine der nächsten Vorhaben u.a. die Implementierung der Altmetrics in das Fachrepositorium Lebenswissenschaften und endet dann mit ihrem Vortrag.

Ich habe diesen Vortrag besonders eindrücklich mitgenommen, da er darlegte, was Altmetrics sind, welche Möglichkeiten ihrer Anwendung es gibt und an der ZB MED bereits umgesetzt werden und welche Aufgaben durch die Beschäftigung mit diesen Tools es zu bewältigen gibt. Und einmal mehr, dass wenn es heißt: „Die Zahlen, bitte!“, es wichtig ist zu wissen, welche Aussagekraft diese Zahlen besitzen und dieses Wissen an seine Nutzer auch weiterzugeben.

Laura Schubert (2. Semester) interessierte sich insbesondere für das neue RDA-Toolkit

Besonders gespannt war ich auf die Veranstaltung Treffpunkt Standardisierung, die am Freitag, den 15.06.2018 von 09:00 bis 11:30 Uhr stattfand und von Silke Schomburg moderiert wurde.

Renate Behrens von der Deutschen Nationalbibliothek stellte nämlich gemeinsam mit Heidrun Wiesenmüller von der Hochschule der Medien Stuttgart das neue RDA Toolkit vor. Sie zeigten Screenshots, wie es in der Zukunft einmal aussehen soll und stellten diverse Änderungen des Regelwerkes vor, die in den kommenden Jahren in Kraft treten werden.

Dennoch war ich insgesamt etwas enttäuscht von ihrem Vortrag, weil ich erwartet habe, dass es eine Live-Demo in dem überarbeiteten Toolkit geben wird, die leider ausblieb, weil dies derzeit technisch noch nicht möglich ist.

Insgesamt war es ein gelungener Kongress, denn ich habe die verschiedensten Veranstaltungen besucht und konnte viele Informationen, aber auch Eindrücke mitnehmen, die mir im weiteren Verlauf des Studiums bestimmt noch an der einen oder anderen Stelle weiterhelfen werden.

 

Carsten Schneemann (2. Semester) berichtet zum „Bibliothekartag unter dem Eindruck des SchnittchenDEALs“

Sobald man die Tagungsräume des Estrel betritt, betritt man eine eigene Fachwelt. Bibliothekare unterschiedlichster Institutionen treffen und begrüßen sich und kommen zum Meinungsaustausch auf der deutschlandweit größten Bibliotheksmesse zusammen. Es herrscht eine freudige, enthusiastische Stimmung einer nicht allzu kleinen, aber doch eingeschworenen Fachcommunity.
Auf dem Weg zu den Kongressräumen passiert man ein kleines Rondell, in welchem Poster zu verschiedenen relevanten Themen informieren. Spätestens hier begegnet man Open Access, wobei sich mindestens vier Poster mit diesem Thema beschäftigen, von der Nachnutzung von Open-Access-Abbildungen bis zu OGeSoMo (Open Access in den Geistes- und Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Monografien). Ein breites, wichtiges und unabdingbares Thema, bei dem die Fachcommunity einen fast einheitlichen Standpunkt vertritt: Ja zu Open Access.
Auch bei Labs, Podiumsdiskussionen und Vorträgen ist OA omnipräsent. Wie ein roter Faden ziehen sich der goldene und grüne Weg durch den gesamten Kongress. Hier ist die Stimmung kämpferisch, gemeinsam muss man gegen die Übermacht der Verlage stehen, zusammen an einem Strang ziehen, David und Goliath Vergleiche fallen.

Corinna Handke (4. Semester) interessierte sich für „Gedächtnisinstitutionen im Wandel“ – aus studentischer Sicht

Mit diesem Thema beschäftigte sich der Themenkomplex „Gedächtnisinstitutionen im Wandel“ am Mittwoch um 9:00 bis 10:30 in Raum V. Die Moderation übernahm Monika Sommerer der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz Berlin. Hier wurde das Digitale Deutsche Frauenarchiv vorgestellt, der Typus Gedenkstättenbibliothek näher beleuchtet und ergänzend Hilfestellungen für Museen, die innovativer werden wollen angebracht. Durch ein Praktikum in einer Gedenkstättenbibliothek bin ich an diesem Themengebiet interessiert und konnte die in dem Vortrag „Gedenkstättenbibliotheken: Zur Bestimmung eines Bibliothekstyps“ von Helen Thein vom Zentrum für Zeithistorischen Studien Potsdam geschilderten Probleme nachvollziehen.

Hier wurden als Probleme vor allem die Unterbesetzung und die noch nicht vollständig verbreitete technische Ausstattung bemängelt. Letzteres ist ein Grund für das weitere Problem, dass noch nicht alle Gedenkstättenbibliotheken im AGGB-Katalog der AG der GedenkstättenBibliotheken vertreten sind.

Es gab außerdem eine kleine Ausstellung zu Bibliotheken in der NS-Zeit, bei der auf Tafeln die Einzelschicksale von bestimmten Bibliotheken dargestellt wurden. Als besonders berührend empfand ich die Darstellung einer jüdischen Bibliothek deren Existenz bis zu ihrer Schließung vielen Juden als gesellschaftlicher Zufluchtsort diente.

Kim Kosbab (4. Semester) berichtet aus diesem Themenkomplex zur Zukunft des Digitalen Frauenarchivs

Im Vortrag von Anke Spille vom Digitalen Deutschen Frauenarchiv wurde die Arbeit des Digitalen Deutschen Frauenarchiv vorgestellt sowie das Fachportal, welches im September 2018 online gestellt wird. Das Digitale Deutsche Frauenarchiv wird getragen vom Dachverband deutschsprachiger Frauen / Lesbenarchive, -bibliotheken und dokumentationsstellen und arbeitet mit rund 40 Einrichtungen zusammen. Ziel ist es, Bibliotheks- und Archivgut zu der Geschichte der Frauenbewegung für die Nachwelt zu erhalten. Es ist ein Projekt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und arbeitet seit Juli 2016.

Frau Spille hat den Aufbau und Inhalt des Fachportals anhand von Beispielen verdeutlicht. Zu jedem Thema, jeder Person oder Geschehnis wird ein Essay, Zitate, Biografie und Digitalisate dargestellt. Grundlage dafür sind alle Bestände der 40 Einrichtungen, auf die zentral in einem Metakatalog zugegriffen werden kann. Die Metadaten werden im IPTC-Format gespeichert und durch ein übersichtliches Layout werden die Ergebnisse zeitgemäß präsentiert.

Zukünftige Herausforderungen sind laut Frau Spille die zunehmende digitale Welt, Nachlässe existieren bereits in digitaler Form. Außerdem ist die Klärung der Rechtslage für das Digitale Deutsche Frauenarchiv besonders wichtig, es muss geklärt werden ob bereits Verträge existieren und bei wem die Rechte liegen.

Der Vortrag war aufgrund von dem Aspekt der Erhaltung der Geschichte der Frauenbewegung und den Herausforderungen mit den Digitalisaten sehr interessant.

 

Nadja Baldszuhn (6. Semester) interessierte besonders die Gründung und erste öffentliche Arbeitssitzung der AG Barrierefreiheit in (digitalen) Bibliotheken

Auf dem Bibliothekartag fand in diesem Jahr die erste öffentliche Arbeitssitzung der hier neugegründeten AG Barrierefreiheit in (digitalen) Bibliotheken statt. Christiane Felsmann aus der Deutschen Zentralbücherei für Blinde (DZB) und Anne Sieberns vom Deutschen Institut für Menschenrecht (DIMR) führten mit ihren Vorträgen aus ihrer jeweiligen Perspektive kurz in das Thema Barrierefreiheit ein. Christiane Felsmann stellte die DZB und ihren bisherigen Einsatz für inklusive und barrierefreie Bibliotheken vor, Anne Sieberns betrachtete diese aus einer Menschenrechtsperspektive. Im Anschluss teilten die Teilnehmenden (und neuen Mitglieder der AG) ihre Erfahrungen bei der Umsetzung von Barrierefreiheit in ihren Bibliotheken mit der Gruppe und es wurde rege diskutiert. Konsens war, dass Barrierefreiheit nicht nur Menschen mit Behinderung zu Gute kommt, sondern ein Gewinn für alle Menschen ist. Als Beispiele wurden ältere Menschen, Kinder und Eltern mit Kinderwagen als Profiteure genannt.

„Themen der Arbeitsgruppe werden unter anderem sein: Rechtliche Grundlagen, Standards und Formate, Universelles Design, Bibliotheksbau, barrierefreier Zugang zu (digitalen) Informationen und Informationstechnologien, barrierefreie Gestaltung von Veranstaltungen und kulturelle Teilhabe, Menschen mit Behinderungen als Mitarbeitende in der Bibliothek.“1

Ein nächstes Treffen der AG soll im Oktober in Leipzig stattfinden.

https://opus4.kobv.de/opus4-bib-info/frontdoor/index/index/searchtype/collection/id/16796/docId/3395/start/1/rows/20

 

Merle Hofeldt (6. Semester) beeindruckte die Bemerkung von Nick Pole: „A main skill for information professionals is confidence!“

Diese Bemerkung von Nick Poole am Ende der Podiumsdiskussion inspirierte mich dazu, diesen Beitrag zu schreiben, da ich es als sehr interessant empfinde, Selbstvertrauen als Qualifikation für Information Professionals zu sehen.
Die meisten Menschen denken wahrscheinlich zuerst an Fähigkeiten wie selbstständiges Arbeiten oder das Beherrschen einer Fremdsprache, wenn sie das Wort Qualifikation in einem beruflichen Kontext hören. Selbstvertrauen würden höchstwahrscheinlich die wenigsten dazuzählen.

Doch in welchem Kontext ist Selbstvertrauen hier überhaupt zu sehen und wieso ist es gerade für Information Professionals eine wichtige Eigenschaft?
Viele von uns haben es wahrscheinlich schon einmal erlebt: Man erzählt von seinem informationswissenschaftlichen Studium oder Beruf und blickt in fragende Gesichter. In vielen Fällen folgt darauf die Frage „Das kann man studieren?“ oder „Und was genau macht man da?“, denn ein Großteil der Menschen hat keine Ahnung davon, welche Aufgaben Information Professionals wie z. B. Bibliothekare haben. Aus der Unwissenheit über die Inhalte der Arbeit folgt dann oft eine sehr niedrige Einschätzung der Kompetenzen von Information Professionals.
Selbstvertrauen bezieht sich daher für mich vor allem darauf, dass Information Professionals sich ihrer eigenen Kompetenzen bewusst sein und diese auch offen kommunizieren sollten.

Neben dieser Eigenschaft haben die Diskutierenden noch einige weitere Anforderungen an Information Professionals genannt, von denen die folgenden besonders häufig angeführt wurden.
Zunächst möchte ich hier die Teamfähigkeit aufgreifen. Diese wird immer wichtiger, da viele Aufgaben im Berufsalltag innerhalb von Teams bewältigt werden und es somit von großer Wichtigkeit ist, sich innerhalb eines Teams organisieren zu können und ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten zu besitzen.
Des Weiteren benötigen Information Professionals ein Interesse an Weiterentwicklungen z. B. im technologischen Bereich und an der Auseinandersetzung mit diesen. Veränderungen treten stetig auf und es bleibt nicht aus, sich mit diesen zu beschäftigen.

Insgesamt hat die Podiumsdiskussion interessante Anregungen gegeben, in welche Richtung sich Information Professionals vor allem bezüglich ihrer persönlichen Einstellung ausrichten sollten. Besonders wichtig sind hier ein Bewusstsein für die eigenen Fähigkeiten und eine Offenheit gegenüber der Zusammenarbeit mit anderen Menschen und in Hinblick auf Veränderungen und die Anpassung an diese.

 

Auch Alexandra Claasen (4. Semester) war auf dieser Podiumsdiskussion und berichtet zu zukünftigen Anforderungen an Information Professionals – eine Meinung aus Großbritannien

Für diese Podiumsdiskussion war unter anderem Nick Poole, Chief Executive von CILIP, aus London zu Gast, um über den gesellschaftlichen Wandel, die Arbeit von CILIP und Herausforderungen und Aufgaben der Berufsgruppe zu sprechen.

CILIP – the library and information association Großbritanniens ist die einzige Organisation auf der Welt, die unter der Royal Charta agiert, um die Interessen aller Information Professionals zu vereinen und zu fördern. Sie ist die Stimme der Bibliothekare, der Information Manager und Data Analysts.

Wir leben und arbeiten in einer Gesellschaft, die von Wissen, Daten und Information transformiert wird. CILIP möchte sicherstellen, dass die Information Professionals diesen Wandel leiten.

Die Konsumenten, ihr Lernverhalten, ihre gesellschaftliche Teilhabe und ihre Erwartungen an Umfang, Qualität, Zugänglichkeit und Service haben sich verändert. Die gesellschaftlichen Orte wandeln sich, ebenso wie Bildung und Arbeit. Durch den demographischen Wandel und technologische Innovationen entwickeln sich steigende Ansprüche an die Infrastruktur, die Dienstleistungen und Transportwege, die nur durch intelligente Arbeitsweisen bedient werden können.

Nick Poole fasst es gut zusammen:

Society, consumers, education, work and places are all changing. So should we.“

Ein wesentliches Problem ist, dass die Öffentlichkeit keine fachliche Vorstellung von Information als Ressource hat, die verwaltet, entwickelt, bewahrt und strukturiert werden muss.

Auch die Arbeitgeber haben nur eine begrenzte Kenntnis über das, was Bibliothekare oder Information Professionals leisten. Und die Regierung erkennt den Wert eines öffentlichen Bibliotheks-Netzwerkes nicht, dass von Steuerzahlern finanziert wird.

CILIP macht es sich zur Aufgabe, Netzwerke zu entwickeln und Einfluss zu schaffen, um die Anerkennung der Berufsgruppe und die Wirkung der bibliothekarischen Arbeit in Politik und Gesetzgebung sicherzustellen. Die Darstellung der Information Professionals in den Medien muss aufgefrischt, das moderne Bild des Berufes verankert werden.

Informationskompetenz ist heute genauso wichtig wie die Lese-und Schreibfähigkeit, damit die Menschen dazu in der Lage sind, sich erfolgreich durch die Informationsgesellschaft zu navigieren. Informationskompetenz ist die Fähigkeit, kritisch zu denken und ausgeglichene Urteile über jede gefundene und genutzte Information zu fällen.

CILIP investiert in berufliche Qualitäten und ethische Grundsätze. Mit der Veröffentlichung eines ,,Diversity & Equalities Action Plan“ sollen Gleichstellung und Inklusion gefördert werden. Zugangsbarrieren sollen gesenkt, Talente gewonnen werden. Berufliche Fortbildung auf allen Ebenen ist ebenso wichtig wie die Investition in neue Ausbildungsprogramme. Curricula werden angepasst, um den Nachwuchs auf die Anforderungen und Trends vorzubereiten.

Denn: “society, consumers, education, work and places are all changing. So are we.“

Die Präsentationsfolien zum Vortrag von Nick Poole  sind unter https://www.slideshare.net/CILIP einsehbar.

 

Rebecca Klee  (4. Semester) interessierte das Forschungsdatenmanagement – aber wie?

Forschungsdaten und ihr Management sind nicht nur bei Forschenden ein immer wichtiger gewordenes Thema – auch in der Bibliothekswelt ist es in aller Munde. Wie man mit Forschungsdaten umgehen kann und welche hilfreichen Tools es gibt, wurde auf dem 107. Bibliothekartag in zahlreichen Vorträgen präsentiert.

Die Session „Forschungsdatenmanagement – aber wie?“ widmete sich ganz diesem Thema. In drei Vorträgen wurden Instrumente und Hilfsmittel vorgestellt, mithilfe derer unter anderem der Forschungsprozess geplant und dokumentiert und die entstandenen Forschungsdaten zur Nachnutzung zur Verfügung gestellt werden können.

Auch die Fachhochschule Potsdam (FHP) war in dieser Session vertreten: Frau Prof. Dr. Neuroth und Frau Dr. Vierheller stellten das im Rahmen eines DFG-Projekts entwickelte Werkzeug „Research Data Management Organiser“ (RDMO) vor, welches die Erstellung eines dynamischen Forschungsdatenmanagementplans ermöglicht, sodass ein aktives und nachhaltiges Forschungsdatenmanagement stattfinden kann. Hierdurch unterscheidet sich das Tool von bereits Bestehenden, welche meist nur zum Ziel haben, die Anforderungen der Förderer an einen Forschungsdatenmanagementplan zu erfüllen und Anpassungen oder Aktualisierungen nur eingeschränkt möglich sind. Das Projekt, an welchem neben der FHP auch das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam und das Karlsruher Institut für Technologie beteiligt sind, befindet sich aktuell in der zweiten Projektphase, in welcher die Software weiterentwickelt und in der Community etabliert werden soll, und endet im Juni 2020.

Der diesjährige Bibliothekartag hat gezeigt, dass Forschungsdatenmanagement zwar schon seit geraumer Zeit ein Thema ist, mit dem Bibliothekare sich beschäftigen, es wird aber auch in Zukunft ein höchst relevanterer Gegenstand bibliothekarischer Arbeit bleiben.

Miriam Zeunert (2. Semester) fragte sich Hat „Data Librarian“ nichts mehr mit dem Bibliothekar zu tun?

Viele Beiträge beschäftigten sich mit den Berufsbildern der Bibliothekswelt und den Veränderungen, die dort prognostiziert werden. In diesen Themenbereich fiel auch ein Vortrag von Simone Fühles-Ubach der Technischen Hochschule Köln, die mit ihrem Vortragstitel: „Studienreform als Quadratur des Kreises oder „Warum ein Data Librarian kein Bibliothekar mehr ist.“ das Interesse vieler weckte und somit vor einem gut gefüllten Saal sprechen durfte.

Im Rahmen einer Studienreform wurden an der TH Köln mehrere Befragungen in einer sogenannten „Curriculumswerkstatt“ durchgeführt um sowohl von Studierenden, Lehrenden und zukünftigen Arbeitgebern zu erfahren, wie der Bibliothekar der Zukunft aussehen mag.

Das Pferd sollte von hinten aufgezäumt werden: „wie soll der Wunschabsolvent eines bibliothekswissenschaftlichen Studiengangs aussehen?“. Welche Fähigkeiten und Kernkompetenzen muss er mitbringen?

Das Ergebnis war die Konzeption eines neuen Bibliotheksstudiengangs mit einer starken digitalen Komponente. In den ersten drei Semestern sollen ausschließlich IT-Kenntnisse vermittelt werden. Erst später werden bibliothekarische Elemente verpflichtend durch Praktika und Projekte mit Studenten der Bibliothekswissenschaften eingebunden. Die Kernkompetenzen sollen somit stark Informatik-betont sein, in der Praxis jedoch im bibliothekarischen Bereich eingesetzt werden.

Sein Ende fand der Vortrag mit der interessanten Aussage: Nur weil „Bibliothek“ nicht im Namen steht, heißt es nicht, dass „Bibliothek“ nicht enthalten ist.
Abzuwarten bleibt nun, wie gut die Umsetzung des Curriculums und die Rezeption des Studiengangs bei der Studentenschaft sein werden. Ein Grund mehr, den Blick auch auf andere Hochschulen zu richten und zu verfolgen wie der Beruf des „old school“ Bibliothekars seine Gestalt potenziell verändern könnte.