ISSN: 1867-6189

BOBCATSSS Paper Session 7

Bei der BOBCATSSS Tagung finden jeden Tag sogenannte Paper Sessions statt. Die Paper Sessions können neben den Workshops besucht werden. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Interessiert einen ein bestimmtes Thema oder vielleicht sogar alle, dann setzt man sich einfach in den Hörsaal. Es finden immer zwei Paper Sessions gleichzeitig statt. Man hat also die Qual der Wahl und kann nach seinen Interessen wählen. Meistens kann man sich drei bis vier Vorträge anhören und nach jedem Vortrag können Fragen gestellt werden.

 

Ich habe mich am Donnerstag für die Paper Session 7 entschieden.

 

Es geht los im Hörsaal D11 mit dem Vortrag „Depersonalization of moral agent in online environment“ von Františka Tomoriová von der Comenius University in Bratislava. In ihrem Vortrag geht es um die Depersonalisierung (Def.: Verlust bzw. die Veränderung des ursprünglichen, natürlichen Persönlichkeitsgefühls)¹ des Moral Agent in einer Online Umgebung. Die Depersonalisierung kann als Barriere zwischen dem Moral Agent und seinem Handeln in der Online Umgebung wahrgenommen werden. Im ersten Teil des Vortrages wird der Begriff des Moral Agent in Verbindung mit Benutzern im Internet beschrieben. Der Hauptteil besteht aus verschiedenen Ansätzen der Desperonalisierung. Für ein besseres Verständnis des Problems versucht Frau Tomoriová die Visualisierung und die Ursachen der Depersonalisierung zu erläutern.

 

Danach folgt der Vortrag von Adam Jerrett, Koos de Beer und Theo Bothma (alle von der University of Pretoria in Südafrika) zum Thema „Navigating the information Landscape of Educational Alternate Reality Game“. Die drei befassen sich mit der Fallstudie von Nomad, einem alternativen Bildungs- und Realitätsspiel, das entwickelt wurde um Informationskompetenzen zu lehren. Während des Spiels navigieren die ARG Spieler in einer facettenreichen Informationslandschaft, sowohl in der realen als und in der digitalen Welt, in dem Bemühen die Lernergebnisse der Bibliotheks- und Informationskompetenzmodule auszuüben. Diese Ergebnisse werden durch die Verwendung von Puzzles (Hintergrundinformationen als Zeitreise) während des Spiels erreicht. Die Puzzles wurden in die Geschichte integriert um die Spieler zu motivieren und ihnen eine spannende Spielerfahrung zu bieten. Die drei Vortragenden stellen qualitative Ergebnisse der Spielerfahrung in Bezug auf die Nutzung des Spiels als Bildungstool vor.

 

Last but not least.

 

Der Vortrag „Game-based learning plattforms in information literacy teaching“ von Pirjo Kangas der Humak University of Applied Sciences aus Finnland. Pirjo Kangas untersucht die Möglichkeit der Verwendung von Lernspielen in den Hochschulbibliotheken um das Engagement von Studenten zu erhöhen. Hierbei möchte sie sich auf die Verwendung von Quiz-Tools wie Kahoot! konzentrieren. Dazu hat sie ein Quiz bei Kahoot! vorbereitet. Die Zuhörer können sich über einen Link mit einem Benutzernamen anmelden und vier Fragen beantworten. Am Ende gewinnt die Person, die die meisten Punkte erspielt hat. Pirjo Kanga möchte zeigen, dass man bestimmte Literatur auch durch Quiz-Tools erlernen kann. Sie untersucht hierbei die pädagogischen Möglichkeiten der verschiedenen Tools. Ihr Ziel ist es, Vorschläge für die professionelle Nutzung im Umgang mit den Tools an Hochschulbibliotheken anzubieten. Man wird also noch viel von ihr hören.

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Pirjo Kanga bei ihrem Vortrag zum Thema „Game-based learning plattforms in information literacy teaching“ (Foto: Carolina Ahrends)


¹ https://de.wikipedia.org/wiki/Depersonalisation