ISSN: 1867-6189

Das Goethe-Institut in Athen

Die erste Station unserer Athen-Reise führte das BRaIn-Team ins Goethe-Institut Griechenland.

Das 1952 gegründete Institut ist das älteste des gesamten 159 Standorte umfassenden Goethe-Netzwerks weltweit. Es ist nicht nur zuständig für den Süden Griechenlands, sondern als Regionalinstitut außerdem richtungsweisend für alle Goethe-Zentren in Südosteuropa. Als Ziele hat sich die Einrichtung die deutsch-griechische Zusammenarbeit und die Förderung des Deutschunterrichts auf die Fahnen geschrieben. Seit über 50 Jahren veranstaltet die Athener Institution neben Deutschkursen auch zahlreiche Kulturevents wie Konferenzen, Diskussionen, Autorenlesungen, Kunstausstellungen und Konzerte jeder Art. Viele renommierte deutsche und griechische Künstler wie auch Wissenschaftler haben über die Jahre an diesen Events teilgenommen.

Foto: Andreas Otto

Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Leiterin des Bereiches „Information und Bibliothek“ Gabriele Sander bekamen wir zunächst eine interessante Führung durch das Gebäude und lernten das Auditorium sowie die diversen anderen Veranstaltungs- und Seminarräume kennen, bevor wir uns schließlich in die Bibliothek des Instituts begaben. Dort angekommen, wurde uns diese mit einer Präsentation nähergebracht:

Die Bibliothek umfasst aktuell circa 11.500 Medieneinheiten, davon 8.800 Bücher, von denen 2.500 vom Deutschen ins Griechische übersetzt worden sind. Der restliche physische Bestand besteht aus AV-Medien.
In der Onleihe stehen zurzeit rund 32.000 Exemplare zum Zugriff bereit. Dazu gehören unter anderem E-Papers zahlreicher deutscher Tages- und Wochenzeitungen.
Als Zielgruppen werden Deutschlehrende und -lernende, Übersetzer und Germanistikstudenten genannt. Seit Anfang 2016 verfügt die Bibliothek über RFID-Technologie.
Derzeit gibt es 3,5 feste Arbeitsstellen: Neben der Leiterin arbeiten noch zwei Bibliothekarinnen in Vollzeit in den Bereichen Bestandspflege, Erwerbung, Katalogisierung, Nutzerschulungen und gelegentlich in der Ausleihe sowie eine Teilzeitkraft, welche ausschließlich im Thekendienst tätig ist.

Ein Hauptanliegen der Bibliothek ist die bibliothekarische Verbindungsarbeit mit anderen Organisationen im Süden des Landes und des Weiteren möchte man die deutsch-griechische Übersetzungsförderung voranbringen.

goethe inside

Foto: Victoria Jahrmarkt

Besonders wichtig ist dem Athener Goethe-Institut die abteilungsübergreifende Kooperation. Man bemüht sich um eine themenorientierte Herangehensweise an besondere Aktionen im Angebot der Einrichtung, so dass jede Abteilung ihren eigenen fachlichen Beitrag dazu leisten kann.
Am Beispiel „Die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland“ ist diese Idee deutlich erkennbar: Organisiert die Veranstaltungsabteilung Filmabende mit deutschen Fußballfilmen und leitet das Angebot über die pädagogische Verbindungsarbeit an die örtlichen Schulen weiter, so könnte die Abteilung „Information und Bibliothek“ eine Vitrine beisteuern, in der passende Medien im Eingangsbereich präsentiert werden.
Damit präsentiert das Institut dem Besucher ein sehr geschlossenes und starkes Gesamtbild und vermittelt ihm zugleich fundiertes Wissen.

Zum Abschluss unseres Besuches wurden uns noch die 15 iPads gezeigt, welche der Institutsbibliothek zur Verfügung stehen und wir bekamen bei einer kleinen Gruppenübung die Möglichkeit, einige Programme auf den Geräten näher kennenzulernen.

Insgesamt war der Besuch des Goethe-Instituts ein gelungener Einstieg in eine spannende Reisewoche in Athen.

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Quellen:

https://www.goethe.de/ins/gr/de/sta/ath.html

https://books.google.de/books?id=1X7njZbx_lQC&pg=PA279&lpg

http://www.gruene-fraktion-berlin.de/artikel/agora-athen-wie-steht-es-um-die-wiege-der