ISSN: 1867-6189

Reise ins gelobte Land

Die Reise beginnt

Die Reise beginnt,natürlich viel zu früh, um 5 Uhr morgens am Flughafen Berlin Schönefeld.

Nach zwei Durchsuchungen (sicher ist sicher) durch das Flughafenpersonal, saßen wir endlich im Flugzeug. Nach ca. 4 Stunden Flug erreichten wir Tel Aviv. Unser erster Termin sollte bereits nach unserer Landung stattfinden. Also raus aus dem Flughafen, ein Sammeltaxi genommen und ab zu „ExLibris“ in Jerusalem.

Sammeltaxis

Nach ca. einer Stunde fahrt, Ankunft bei ExLibris. Dort wurden wir sehr gastfreundlich empfangen. Wir fühlten uns sofort willkommen und genossen die Zeit.

Der Besuch bei ExLibris war sehr interessant und fiel in eine ereignisreiche Zeit. Es war sehr spannend, einmal hinter die Kulissen eines Softwareherstellers zu blicken.“ (Dorothea Wenz ) 

Mahane Yehuda Markt (Shuk/Jerusalem)

Von ExLibris aus ging es mit dem Taxi zu unserer Unterkunft. Wie wohnten im Abraham Hostel. Ein überschaubares Hostel, mitten in der Stadt. Es befindet sich in der direkten Nähe des berühmten Mahane Yehuda Markt. Ein wunderschöner Lebensmittelmarkt, mit ca. 250 Ständen, auf den wir uns gleich nach unserer Ankunft umsahen. In den nachfolgenden Tagen deckten wir uns dort mit reichlich Köstlichkeiten wie Humos, Oliven und Orangen ein.

Der zweite Tag

Yad Vashem

Yad Vashem

Am zweiten Tag besichtigten wir die Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem. Wir waren alle sehr beeindruckt und bewegt. Nach der Führung brauchten erst mal alle fünf Minuten für sich.

„Yad Vashem verdeutlicht auf beeindruckende Weise die identitätsstiftende Komponente der Erinnerungskultur. Aus der Perspektive der Opfer ergeben sich klare Weisungen für die Zukunft: die Notwendigkeit eines eigenen jüdischen Staates Israel.“  (Laura Rothfritz)

 

Anschließend fuhren wir zu unserem zweiten Termin an diesem Tag. Zum Campus der Hebrew University. Nach einer kurzen Durchsuchung, durch das Uni Personal, betraten wir das Gelände und waren erstaunt, ein riesiger Campus lag vor uns. Nach anfänglicher Orientierungslosigkeit fanden wir die Cafeteria und anschließend die Bloomfield Library for Humanities and Social Science. Wir bekamen eine kleine Führung und viele interessante Informationen zur dortigen Arbeit.

Der dritte Tag

Die Bar-Ilan Universität sollte unser erstes Ziel, an diesem Tag sein. Sie hatten eigens für uns einen Fahrer organisiert, der uns abholte und zu ihnen nach Tel Aviv brachte. In der Bar-Ilan Universität wurden wir herzlichst Empfangen.


 

Etwas das uns immer wieder in Israel begegnete: außerordentlich gastfreundliche Menschen. Egal wo wir hin kamen, wir wurden freundlichst aufgenommen, sie versuchten all unsere Fragen zu beantworten und sie gingen aktiv auf uns zu.


 

Dieser Termin war sehr angenehm, nach Begrüßung und Führung, saßen wir mit den Mitarbeitern der Universität zusammen und tauschten Erfahrungen und Geschichten aus Deutschland und Israel aus. Beim Abschied waren wir etwas betrübt, für uns ging dieses Treffen viel zu schnell vorbei.

Raum in der NationalbibliothekSchon saßen wir wieder, bei unserem Fahrer, im Auto. Er brachte uns zu zurück nach Jerusalem. Die Nationalbibliothek Israel war die letzte offizielle Station der Reise. Wir bekamen eine Führung durch die Räumlichkeiten der Bibliothek und lernten die einzelnen Abteilungen
kennen. Besonders interessant waren die alten Karten mit wunderschönen Zeichnungen und das Soundarchiv.

 Der vierte Tag

Der offizielle Teil war abgeschlossen, jetzt hatten wir die Möglichkeit Jerusalem zu entdecken. Zuerst besichtigten wir das Israel-Museum. Ein wunderbares Museum in dem die Zeit nur so verfliegt.

Es erstreckt sich auf einer Fläche von etwa 50.000 , enthält einen Garten von 24.000 m² und wird jährlich von über 950.000 Personen besucht.

Tempelnachbildung im Museum

Tempelnachbildung im Museum

Das Museum besteht aus vier Abteilungen:

 

Anschließend machten wir uns auf in die Altstadt. In der Altstadt liegen die Heiligtümer der drei Weltreligionen dicht an dicht.

Wir ließen uns im dortigen Trubel treiben. In den engen Gassen finden sich viele Marktstände. Pilger und Reisegruppen sind unterwegs. Hin und wieder sieht man Soldaten. Nirgendwo anders ist uns die Militärpräsenz so aufgefallen wie dort. 20160129_182408

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Grabeskirche

Wir sehen uns die Grabeskirche an und beobachten die zahlreichen Gläubigen, wie sie den Salbungsstein berühren. Am Heiligen Grab ist am meisten los, es gibt lange Schlangen, Menschen beten und singen. Ein kurzer Blick aufs Heilige Grab und dann weiter, umsehen in der Kirche. Es gibt viel zu entdecken, aber es ist sehr voll, in und vor der Kirche.

Wenig später erreichen wir die Klagemauer. Wir staunten nicht schlecht, Männer und Frauen beten getrennt voneinander. Damit die Männer nicht abgelenkt werden, trennt ein Sichtschutz die Männer von den Frauen.

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Klagemauer

Von dort aus ging es weiter zum jüdisch orthodoxen Viertel, das liegt etwas außerhalb der Altstadt. Hier ging es ruhiger zu, mit ebenso kleinen Gassen aber ohne Verkaufsstände.

Der fünfte Tag

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Blick auf Tel Aviv

Früh am Morgen packten wir unsere Sachen und brachen nach Tel Aviv auf. Dazu nutzen wir wieder ein Sammeltaxi. Da Sabbat war, hatten wir keine andere Möglichkeit, denn an Sabbat fahren keine öffentlichen Verkehrsmittel.

In Tel Aviv angekommen machten wir uns gleich auf zum Strand. Nicht ohne einen kleinen Abstecher zur Altstadt von Jaffa zu machen.

Da es auf über 4000 Jahre an Geschichte zurückblicken kann ist Alt-Jaffa eine der altertümlichsten Städte der Welt und wird im alten und neuen Testament erwähnt. Die Stadt wurde von jedem neuen Herrscher begeht und heute trägt Jaffa die Unterschrift von jedem dieser – von den Türken über Napoleon bis zu den Briten.


 

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Dachterrasse des Hostels

Unseren letzten Abend verbringen wir auf der Dachterrasse des Hostels. Wir tauschen uns über die gesammelten Erfahrungen aus.

Eine ereignisreiche Reise geht zu Ende, wir bringen viele positive Eindrücke nach Deutschland mit. Ich bin sicher alle Teilnehmer werden noch lange von den gemachten Erfahrungen profitieren, beruflich und privat.



 

 

Quellen:

http://www.israelmagazin.de/israel-orte/jerusalem/mahane-yehuda-jerusalem

http://www.english.imjnet.org.il/

http://www.visit-tel-aviv.com/de/jaffas-altstadt