ISSN: 1867-6189

KON-TIKI – The idea no one thought possible

Kon-Tiki II

Es war einmal ein skandinavischer Forscher namens Thor Heyerdahl der mit einem Floß um die halbe Welt segelte um die Glaubwürdigkeit seine Theorien zu beweisen. Das gelungene Experiment und bald sehr populäre Abenteuer des renommierten Norweger führte zu weit mehr als international beliebte Bücher und preisgekrönten Verfilmungen.

Die Unternehmung verschaffte Heyerdahls Thesen nicht nur die gewünschte Aufmerksamkeit; die erhaltene Anerkennung und nicht zu vergessen, der Gewinn durch die Vermarktung der Reiseberichte die es ihm erlaubten weitere Forschungsreisen zu organisieren und sich weiter in die Fachwelt zu etablieren. Vor allem seine Arbeit und Ausgrabungen auf den exotischen Osterinseln brachte ihm wissenschaftliches Ansehen.

Plan des Museums

Die Faszination rund um das Floß führte zu einer öffentlichen Ausstellung in einem zunächst provisorischem Holzgebäude, und dann, um der großen Nachfrage nachkommen zu können, in einem permanenteren Gebäude: dem Kon-Tiki Museum.

Der Erfolg motivierte das Team zur Durchführung einer Tournee durch Europa. Die Ausstellung wurde u.a. durch das Ra-Floß von Heyerdahl erweitert und steht heute für vielfältige Informationen und originale Exponate zu den Völker und Kulturen Polynesiens.

Für Experten, Forscher und Studenten vielleicht von noch größerem Interessen: das Heyerdahl Archiv, die Forschungsbibliothek und das Bildarchiv. In Kooperation mit der Nationalbibliothek und der Universität der Stadt Oslo werden drei Büchersammlungen zur polynesischen Anthropologie und Archäologie betrieben. Diese wurden hauptsächlich von Bjorne Kroepelien, dem schwedischen Anthropologen Bengt Danielsson und von Thor Heyerdahl selbst zu Forschungszwecken zusammengetragen und später großzügig gespendet.

Die Archive sind spannend anzusehen, gefüllt mit original handgeschriebenen Reisejournals und Forschungsberichten, Fundstücken und andere bildlichen Darstellungen aus den zahlreichen Expeditionen und Analysen der Forscher. Die Bestände, inklusive der über 200.000 Negative, Schwarzweiß- und Farbilder des Bildarchivs, gehören seit 2011 zum Unesco Welterbe und bedürfen einer  geeigneten Erhaltungspflege, weiterer Erschließung und sachgemäßen Archivierung. Obwohl die Bilder in einer idealen Umgebung gehalten werden, ist hier ein erweitertes systematisches Konzept und entsprechende Archivierung in nächster Zukunft von enormen Vorteil. Also, Archivare oder Dokumentare mit französischen, englischen und norwegischen Sprachkenntnissen: hier seid ihr willkommen .

Oslo: Kon-Tiki Museum - die Crew